Fachstelle für Suchtpräventation

Die Fachstelle Suchtprävention sieht ihre Aufgabe darin, vorbeugende Arbeit in verschiedenen Arbeitsbereichen zu leisten. Dazu gehört u.a. die Planung, Durchführung und Unterstützung von suchtpräventiven Maßnahmen sowie die Informationsvermittlung bei Fragen zu Sucht, Drogen und Prävention. Im Vordergrund stehen Fortbildungen für Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, die Initiierung und Begleitung von Projekten sowie auch die Durchführung von Veranstaltungen.

 

Gesundheitsfördernde Strukturen und Netzwerke sind ein wichtiger Bestandteil im Arbeitsbereich Suchtprävention. Immer ist das Ziel, persönlichkeitsstärkende Maßnahmen zu etablieren und so Lebenskompetenzen, aber auch Lebensqualität zu fördern.

 

Die Fachstelle für Suchtprävention ist im Landkreis Waldeck-Frankenberg vernetzt mit vielen regionalen Institutionen und Anbietern und unterstützt diese mit ihren Angeboten.

 

In die Fachstelle Suchtprävention sind verschiedene Aufgabenbereiche und unterschiedliche Präventionsansätze integriert.
Die beiden in der Fachstelle tätigen Mitarbeiterinnen Frau Ritter und Frau Scheffler decken zudem auch unterschiedliche inhaltliche und regionale Zuständigkeiten ab, dies findet sich in den zugeordneten Kontaktangaben wieder. Frau Scheffler mit einem Tätigkeitsanteil von 5,5 Wochenstunden an der Fachstelle Suchtprävention übt den Ihr zugeordneten Anteil vor allem in Bad Wildungen und Umgebung aus, während Frau Ritter den Rest des Landkreises sowie die überörtlichen Aufgaben der Fachstelle abdeckt.

 

 

Angebote der Fachstelle

Angebote für das Kindesalter:

  • Fortbildung für pädagogische Fachkräfte und Projektbegleitung zum Papilio-Programm in Kindertageseinrichtungen
  • Fortbildung zu "Kinder aus suchtbelasteten Familien"
  • Elternabende oder Mutliplikationsveranstaltungen zur Medienkompetenz
  • Vorträge und Seiminare zu Suchtprävention im Kindesalter für unterschiedliche Zielgruppen
  • Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte aus dem Kinderbereich
  • Elternabende zu diversen Themen
  • Präventionsveranstaltungen in Kindertagesstätten
  • Veranstaltungen im Rahmen der Aktion "Netz mit Webfehlern"

 

Angebote für Schulen und das Jugendalter:

  • Lehrkräftefortbildung und Projektbegleitung zum Grundschulprojekt "Eigenständig werden"
  • Entwicklungsbegleitung zur schulischen Suchtvereinbarung
  • Informationsveranstaltung zu den Suchtmitteln Rauchen, Shisha, Cannabis und Alkohol
  • Multiplikationsfortbildung "Konfrimation und Alkohol"
  • Eltern- oder Schülerworkshops zur Medienkompetenz
  • Elternabende für alle Schultypen zu diversen Themen
  • Schülerworkshop "Tom & Lisa"
  • Weiterbildung von Beratungslehrkräften und Kollegien
  • Beteiligung an Schulprojektwochen und Projekten
  • Suchtpräventive Workshops für Schüler und Schülerinnen
  • Beratung zu Methosden, Medien und Konzepten, sowie Bereitstellung und Weitergabe von Infomaterialien
  • Veranstaltung im Rahmen der Aktion "netz mit Webfehlern"

 

 

 

Papilio - ein Programm für Kindergärten

Ein Programm für Kindergärtenzur Förderung von sozialen und emotionalen Kompetenzen und zur Reduzierung von Verhaltensproblemen

Papilio ist ein pädagogisches Programm für Kindergärten, das sich präventiv gegen die Entwicklung von Sucht und Gewalt im späteren Kindes- und Jugendalter richtet. Papilio wendet sich an Erzieherinnen, Erzieher und Eltern

 

Ziele des Programms:
Durch den regelmäßigen Einsatz von vorbeugenden pädagogischen Maßnahmen entstehen bei Kindern fogende Effekte: die Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz, die Reduzierung oder Verhinderung früher Verhaltensprobleme sowie die Vorbeugung aggressiv-dissozialem Verhaltens sowie Substanzmittelgebrauchs.

 

Eine Papilio-Fortbildung ist Voraussetzung um Papilio im Kindergarten qualifiziert einführen zu können.

 

Dauer der Fortbildung:

Basisseminar: 3 ganze Tage und 3 Nachmittage

Module: Theoretische Kenntnisse
Entwicklungsförderndes Erziehungsverhalten
Kinderorientierte Maßnahmen

 

Vertiefungsseminar: 2 ganze Tage

Kollegiale Supervision: 2 ganze Tage

 

 

Eigenständig werden

Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention sowie Persönlichkeitsentwicklung in der Grundschule

 

Das Programm beruht auf dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Ansatz der Förderung der Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen. "Eigenständig werden" wurde im Jahr 2004 mit dem 1. Deutschen Präventionspreis ausgezeichnet

Mit diesem Programm sollen den KIndern nötige Lebenskompetenzen vermittelt werden, die ihnen helfen, sich in der Welt zurechtzufindenund auch unvorhergesehenen Situationen kompetent zu begegnen. Mit der Förderung gesundheitsrelevanter Ressourcen wie auch partnerschaftlicher Beziehungen der Kinder zur Schule, Familie und sozialem Umfeld soll der Entwicklung von Risikoverhalten, Substanzkonsum und Gewalt vorgebeut werden.

 

Lehrkräftefortbildungen:

Fortbildungsdauer: 2 Tage (bzw. 4 halbe Tage)

 

 

 

 

Konfirmation und Alkohol

Multiplikationsfortbildung zur Durchführung von Elternabenden und Konfirmandentagen zur Thematik des Alkoholmissbrauchs.

 

Die Module beinhalten sowohl Informationen als auch Selbstreflektionsanteile.
Fünf "K´s" stehen im Mittelpunkt der Fortbildung: Konfirmand - Konfirmandin, Kommunikation, Kooperation, Konfliktfähigkeit und Konsumkompetenz

 

Fortbildungsdauer: 4 Stunden

 

HaLT - Hart am Limit

Das Präventionsprojekt "HaLT - Hart am LimiT" ist eine Antwort auf den zunehmenden riskanten Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen. HaLT, 2002 von der Villa Schöpflin in Lörrach entwickelt, wird mittlerweile an 140 Standorten in gnaz Deutschland umgesetzt.


Auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg ist in 2011 zum HaLT-Standort geworden.

 

Das Bundesmodellprojekt HaLT besteht aus zwei Bausteinen.

 

Der erste - reaktive - Bausteinbeinhaltet eine Kurzintervention in Form von Beratungsgesprächen bei betroffenen Jugendlichen und ihren Eltern.

 

Der zweite - proaktive - Baustein, beinhaltet präventive Maßnahmen, durchgeführt von Mitgliedern eines lokalen Netzwerks. So sind nicht nur professionelle Einrichtungen gefirdert, sonder auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Ordnungsämter, Krankenhäuser, Polizei ebenso wie Privatpersonen oder auch Verbände. Es geht also nicht um Reglementierungen, sondern um ein gemeinsames Vorgehen für einen risikoarmen Konsum von Alkohol.

 

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist das Diakonische Werk Waldeck-Frankenberg mit der Durchführung von HaLT beauftragt.

 

Im reaktiven Teil beteiligen sich das Stadtkrankenhaus in Bad Arolsen, die Asklepiosklinik "Stadtkrankenhaus" in Bad Wildungen, das Kreiskrankenhaus in Frankenberg und das Stadtkrankenhaus in Korbach.

 

 

Tom & Lisa

Tom und Lisa feiern ihren Geburtstag - dieser rote Faden zieht sich für die Schulklassen der klassenstufen 8-9durch den vierstündigen Workshop zur Alkoholprävention. In einem interaktiven Planspiel sind die jugendlichen als Geburtstagsgäste beteiligt und lernen spielerisch, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol aussieht und wie in Gefahrensituationen richtig reagiert werden kann. Tom & Lisa ist ein Präventionsangebot für Schulklassen zum Erwerb von Risikokompetenz im Umgang mit Alkohol. Die KKH-Allianz fördert die bundesweite Verbreitung des unter Federführung der Villa Schöpflin entwickelten Programms.

 

Tom & Lisa ist ein Workshop innerhalb des HaLT-Projekts.

 

 

Kinder aus suchtbelasteten Familien

Studien belegen, dass deutschlandweit ca. 2,65 Millionen Kinder unter 18 Jahren mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil aufwachsen. Hinzu kommen etwa 40.000 bis 60.000 Kinder, die in einer Familie mit einem drogenabhängigen Elternteil leben. Diese Kinder gehören zu einer wichtigen Zielgruppe der Suchtprävention, da sie selbst einem erhöhtem Risiko ausgesetzt sind, süchtig zu werden oder Ängste, Depressionen oder andere Störungen zu entwickeln.

Der Umgang mit Kindern und Eltern aus suchtbelasteten Familien stellt eine besondere Herausforderung dar. Eine hohe Sensibilität und Sicherheit in der Selöbst- und Fremdwahrnehmung sind erforderlich, um im Interesse von Kindern und Eltern kompetent handeln zu können.

Die Schulung für Multiplikatorne und Multiplikatorinnen befähigt, in der eigenen Region >Fortbildungen für Fachkräfte durchzuführen, die die Kinder im sozialen Umfeld unterstützen können.

 

Fortbildung für Sozialpädagogische Fachkräfte

 

Dauer: 2 Tage

 

Inhalte:

  • Basiswissen "Sucht"
  • Situation suchtkranker Erziehungspersonen
  • Kinder in suchtbelasteten Familien: Rollen/Überlebensstrategien
  • Fähigkeiten der Kinder erkennen und stärken - Resilienz fördern
  • Information zur rechtlichen Situation - Aspekt der Kindeswohlgefährdung
  • Kennenlernen von Hilfesystemen und deren Angebote
  • gemeinsame Reflexion

 

 

Angebote zur Medienkompetenz

Der umgang mit Medien aller Art, wie auch PC und Internet ist zunehmend einThema, das sich durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten zieht. Während man aber bei anderen Suchtmittelabhängigkeiten abstinent werden kann, ist dies beim PC nicht möglich. Sowohl in der Schule aber auch bei den meisten Berufen ist der Umgang mit dem PC unumgänglich. Deshalb ist es umso wichtiger, sich rechtzeitig mit den Regeln für einen moderaten, risikoarmen Konsum zu beschäftigen.

Das ist Bestandteil der präventionsangebote der Fachstelle Suchtprävention. Das Ziel dieser Präventionsarbeit ist, verschiedenen Zielgruppen zu informieren über einen moderaten Umgang mit Medien und ganz besonders auch mit dem PC und dem Internet. Hierzu bietet die Fachstelle einige Veranstaltungen an:

  • Fortbildungen für Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte
  • Veranstaltungen für Eltern
  • Projekte mit Kindern und Jugendlichen
  • Präventionsveranstaltungen in Schulen und Jugendhäusern
  • Präventionsveranstaltungenin Kindertagesstätten
  • Veranstaltungen im Rahmen der Aktion "Netz mit Webfehlern"

 

In der Region Bad Wildungen können solche Angebote bei der regional zuständigen Mitarbeiterin Christiane Scheffler angefragt werden, nähere Informationen dazu finden Sie hier.

 

 

Angebote für Betriebe

Für Betriebe bieten wir folgende Workshops und Seminare an:

  • Suchtpräventive Workshops für Schüler und Schülerinnen
  • "Prev&Work": Seminare für Auszubildende
  • Seminare für Ausbilder und Ausbilderinnen
  • Seminare für Führungskräfte

 

"Prev&Work"

 

Suchtprävention im Ausbildungskontext

Prev&Work ist ein seit 2008 erprobtes, erfolgreich evaluiertes und ganzheitlich orientiertes Suchtpräventionsprogramm mit bundesweiter Verbreitung. Das Programm kann in verschiedenen Einrichtungen der Berufsorientierung, der Berufsausbildung sowie der Berufsvorbereitung eingebunden werden.

Ziele des Programms sind, junge Menschen zu diesem Thema zu sensibilisieren, die Vermittlung von Grundwissen zu den Risiken des Substanzkonsums sowie der Förderung von Risikokompetenz. Weiterhin wird über zur Verfügung stehende Hilfen informiert.

 

Seminar für Auszubildende und Schüler:

Fortbildungsdauer:

Grundlagenseminar: 2 x 5 Stunden
Aufbauseminar: 2 x 5 Stunden

 

Seminar für Ausbilder und Ausbilderinnen:

Fortbildungsdauer: 1 bis 2 x 5 Stunden

 

 

Kontakt

Ulrike Ritter
Dipl.-Sozialpädagogin

 

Katharina Dankwort
Dipl.-Sozialpädagogin

 

Telefon:
0 56 31 / 5069960


Mail:

praevention.dwwf@ekkw.de


Beratungsstelle Korbach:
Prof.-Bier-Straße 9  34497 Korbach


Sprechzeiten:
nach telef. Vereinbarung