Diakonisches Werk: „Rauchfreie Autos für Kinder“

Diakonisches Werk: „Rauchfreie Autos für Kinder“

Zum Weltnichtrauchertag in dieser Woche greift auch das Team des Diakonischen Werks der Kirchenkreise Twiste-Eisenberg und Eder das Thema „Rauchfreies Auto für mein Kind!“ auf und überreicht 200 Parkscheiben an die beiden Leiterinnen der Korbacher Kitas „Regenbogen“, Silke Jähn, und „Arche Noah“, Sonja Horlebein.

Sie werden die Parkscheiben, auf deren Rückseite auf die Risiken des Passivrauchens hingewiesen wird, an die Eltern weiterreichen. Es ist ein gemeinsames Projekt der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) und des landesweiten Netzwerks der Fachstellen für Suchtprävention.

Insgesamt werden in Hessen dieser Tage 12.000 Parkscheiben an Eltern verteilt. Unterstützt wird das Projekt zudem von der DAK-Gesundheit.

In Deutschland sind schätzungsweise über eine Million Kinder und Jugendliche von einer Tabakrauchbelastung im Auto betroffen. Schon wenige Züge an einer Zigarette im Auto erhöhen die Feinstaubbelastung im Innenraum enorm. Was Eltern oft nicht bewusst ist: Tabakqualm ist der gefährlichste und zugleich bedeutendste vermeidbare Innenschadstoff für Kinder.

Dabei beeinträchtigt Passivrauchen Kinder stärker als Erwachsene, denn ihre Organe sind noch nicht voll entwickelt und damit besonders empfindlich. Selbst wenn nicht in Anwesenheit von Kindern geraucht wird, werden diese mit den Giftstoffen konfrontiert, denn sie lagern sich zum Beispiel in Textilien ab und werden noch lange Zeit nach dem Rauchen in die Luft abgegeben. Dies gilt umso mehr, wenn auf kleinem Raum - beispielsweise im Auto - geraucht wird.

Bei Kindern kann Passivrauchen zu akuten und chronischen Atemwegserkrankungen und zu akuter und chronischer Mittelohrentzündung führen. Bei Babys gehört das Passivrauchen zudem zu den Hauptrisikofaktoren für den plötzlichen Kindstod. Susanne Schmitt, Geschäftsführerin der HLS, betont: „Angesichts dieser schwerwiegenden Risiken, denen besonders Kinder ausgesetzt sind, wenn im Auto geraucht wird, setzen wir uns dafür ein, dass dort konsequent auf das Rauchen verzichtet wird. Ein gesetzliches Rauchverbot in Fahrzeugen, wenn Kinder und Jugendliche mitfahren, würden wir sehr begrüßen.“

Katharina Dankwort, Fachstelle für Suchtprävention im Diakonischen Werk sagt: „Wir unterstützen dieses Projekt sehr gerne, denn unsere Erfahrungen zeigen, dass eine Parkscheibe im Alltag (nicht nur) von Eltern regelmäßige Anwendung findet und damit auf der Rückseite Präventionsbotschaften gut platziert sind und immer wieder gelesen werden.“

Die Fachstelle Suchtprävention ist Teil der Abteilung Suchthilfe und -prävention im Diakonischen Werk Waldeck-Frankenberg. Ihre Angebote richten sich an alle Institutionen wie Schulen, Kindergärten, weitere Bildungseinrichtungen, Betriebe usw. im Landkreis Waldeck-Frankenberg und umfassen Veranstaltungen zu Suchtmitteln aller Art, sowohl legale als auch illegale oder Verhaltenssüchte.

BU: Parkscheiben und Infos für Eltern Korbacher Kita-Kinder: v.l. Klaus Fieseler (Leiter Suchthilfe und Prävention im Diakonischen Werk), Sonja Horlebein (Leitung Kita Arche Noah), Katharina Dankwort (Fachstelle Suchtprävention), Winfried Schiel (Diakoniepfarrer), Silke Jähn (Leitung Kita Regenbogen) und Eva Brinke-Kriebel (Dekanin Kirchenkreis Twiste-Eisenberg). Foto: KK

Kontakt über:

Katharina Dankwort
Diakonisches Werk Waldeck-Frankenberg,
Fachstelle Suchtprävention
Telefon: 05631 5029 116

Kerstin Kleine
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0151 1687 5385
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